Grundlagenwissen | Ernährung

Ernährungs-Mythen aufgedeckt: Barfen ist kompliziert

28. Juni 2017
Kleiner Hund vor großem Fleischberg

 

Sicherlich ist Barfen aufwändiger als die Fütterung mit Fertigfutter und ein je nach Hund mehr oder weniger großes Platzangebot in der Gefriertruhe ist von Vorteil. Allerdings ist Barfen nicht so kompliziert wie manche Leute behaupten. Trotzdem kann man dabei vermeidbare Fehler machen und diese können dem Hund schaden. Ein ungeeignetes Fertigfutter kann das allerdings auch.

Die einfachste Grundregel lautet: Füttere alles was ein Beutetier liefert in der natürlichen Zusammensetzung. Am einfachsten erreicht man das durch die Fütterung ganzer Beutetiere.

Manche Hunde werden ihr ganzes Leben lang nur mit ganzen Hühnern ernährt. Sofern diese gesund ernährt wurden und möglichst vollständig (d.h. mit allen Innereien, Kopf und Füßen) verfüttert werden, ist das weitgehend bedarfsdeckend. Dasselbe gilt für das Verfüttern von Kaninchen oder Tauben, welche teilweise von Züchtern abgegeben werden.

Und wenn diese Möglichkeit nicht besteht, was wohl für die meisten Hundehalter gelten wird, baut man sich sein Beutetier möglichst optimal zusammen.

Wer schon einmal ein Huhn zerlegt hat, bekommt sehr schnell ein Gefühl dafür, wieviel Knochen, Fleisch, Innereien und sonstige Bestandteile man in etwa verfüttern muss, damit das Verhältnis passt.

Dann gibt man noch 2-3 notwendige Ergänzungen dazu und schon ist die Ernährung vollwertig und bedarfsdeckend.

Wer sich das nicht zutraut oder sich mit der Thematik nicht beschäftigen möchte, sollte einen professionellen Futterplan erstellen lassen.